Verleihung des JaDe-Preises 2026
Im Jahr 2026 verlieh die JaDe-Stiftung den JaDe-Preis an zwei Preisträgerinnen:
Dr. Ruth Effinowicz und Sachiko Hara.
Dr. Ruth Effinowicz wird für ihre herausragenden Leistungen an der Schnittstelle der japanisch-deutschen Rechtswissenschaften geehrt. Mit ihrer Forschung, so z. B. zum Einsatz der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte im Ausland und den rechtlichen Rahmenbedingungen dafür, leistet sie einen wichtigen Beitrag zu aktuellen, gesellschaftlichen Fragestellungen. Seit April 2020 ist sie als Leiterin des Kompetenzzentrums Japan am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg tätig und engagiert sich auch darüber hinaus als aktives Mitglied in zahlreichen Organisationen für den deutsch-japanischen Austausch.
Sachiko Hara wird für ihren langjährigen Einsatz im Bereich des künstlerischen und kulturellen Austauschs zwischen Japan und dem deutschsprachigen Raum geehrt. Neben ihrem Wirken als Schauspielerin an bedeutenden Häusern in Wien, Zürich, Köln und Hamburg ist es vor allem ihr gesellschaftliches Engagement gegen das Vergessen von Hiroshima, wodurch sie in Erscheinung tritt. Zu ihren Projekten gehört der 2011 durch sie ins Leben gerufene Hiroshima Salon, ein Talkformat, in dem sie mit Menschen über die Themen Krieg und atomare Bedrohung, Völkerverständigung und Abrüstung ins Gespräch kommt, oder ihre Performance Hiroshima Monster Girl, mit der sie seit 2019 weltweit auftritt. Sie war außerdem an Übersetzungen von Theaterstücken wie Inoue Hisashis „Little Boy - Big Taifoon“ (Shōnen Kudentai 1945 少年口伝隊一九四五) beteiligt.
Wir gratulieren den Preisträgerinnen herzlich!








